Hintergrundfotos
  • DTMT-deutsch
  • Systems of DTMT (VQC)
Sie sind hier >>> Referenzen > Eigene Systeme (VQC)

Messen großer Blechteile in der Werkstatt extrem einfach und schnell

Die von Deutsche Mechatronics entwickelten VQC-Systeme (Visual Quality Control) sind seit Jahren führend im Bereich optischen Messens von Flachgeometrien (Blechteilen).

Alle Werkstücke, die z.B. durch Stanzen, Laser-, Plasma- oder Wasserstrahlschneiden hergestellt werden, können lt. Produktmanager Jürgen Carl innerhalb kürzester Zeit zu 100% geprüft und mit einer Genauigkeit von bis zu ±0,05 mm gemessen werden, direkt in der Fertigung, in unmittelbarer Nähe der Bearbeitungsmaschinen. Die VQC- Systeme arbeiten selbst unter rauen Werkstattbedingungen absolut problemlos. Weder Klimatisierung noch besondere Fundamentbeschaffenheit oder permanentes Reinigen der Messplatte sind erforderlich. Weil die Bedienung extrem einfach ist und das Mess- oder Prüfergebnis innerhalb kürzester Zeit vorliegt, ist die Akzeptanz des VQC in der Fertigung sehr hoch. Auch fallen im Regelfall keine zusätzlichen Kosten an, da das Messen mit dem VQC direkt von den Maschinenbedienern durchgeführt werden kann.

Optische Qualitätsprüfung durch VQC (Visual Quality Control)Ein zu prüfendes Werkstück von ca. 1000 x 1000 mm Größe ist in weniger als fünf Minuten zu 100% geprüft. Dabei ist jeder Mitarbeiter - nach einer kurzen Einweisungszeit von einer halben Stunde - in der Lage, den VQC zu bedienen und Messungen durchzuführen.
Das Aufstellen des VQC in unmittelbarer Nähe zur Bearbeitungsmaschine, verkürzt Wege, spart Zeit und erhöht dadurch die Akzeptanz der Mitarbeiter für ein solches Messgerät.
Konstruktiv charakteristisch für den VQC ist ein Messtisch, der schwingungsabsorbierend aufgehängt ist. Dessen geneigte Anordnung erleichtert das Auflegen und Abnehmen von Werkstücken erheblich und sorgt darüber hinaus für eine weitgehende Unempfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen.

Der Schlüssel: Industrielle Bildverarbeitung

Ein optisches Bildverarbeitungssystem, basierend auf einer hochauflösenden Pixelkamera in Kombination mit einem telezentrischen Objektiv, nimmt den Prüfling in Einzelschritten auf. Dabei steht der Prüfling an die Messplatte aus Glas gelehnt, welche von hinten mit diffusem Licht durchleuchtet wird. Aus den Einzelaufnahmen wird die zugehörende Istkontur mit einer Genauigkeit je nach Werkstückgröße von bis zu ±0,05 mm präzise generiert.
Diese Istkontur wird mit der Sollkontur (CAD-Zeichnung) durch Überlagerung mittels „best fit“ Prinzip verglichen,  und Abweichungen und fehlende Konturen werden farbig am Bildschirm dargestellt. Jede individuell einstellbare Farbe bedeutet einen zugehörigen Abweichungsbereich. So erkennt der Betrachter auf einen Blick, wo Abweichungen existieren und wie groß diese sind.
Die CAD–Zeichnung, die als Soll- oder Referenzkontur dient, ist identisch mit der DXF-Datei, welche bereits für die Programmierung der Bearbeitungsmaschinen existiert. Dadurch ist die Durchgängigkeit von der Zeichnungserstellung über die Fertigung bis zum Prüfen gewährleistet. Mehrkosten fallen nicht an und Übertragungsfehler sind ausgeschlossen.

Den VQC gibt es in zwei Größen. Mit einem Messbereich von 2000 x 1250 mm (VQC 12/20) bzw. von 1000 x 1000 mm (VQC 10/10) können Werkstücke bis zu einer Dicke von 40 mm gemessen werden. Für Messungen großer Werkstücke stehen optional größere VQC-Ausführungen zur Verfügung. Messbereiche von bis zu 4000 x 1250 mm sind in der Vergangenheit bereits mehrfach realisiert worden.

Sämtliche Messungen können auch in Protokollform ausgewiesen werden mit automatischem Vergleich der gängigen DIN/ISO-Toleranzen. Dabei werden exakt die Maße in der Form protokolliert, wie sie auf der Zeichnung vorgegeben sind. Sowohl Absolutmaße, als auch Koordinatenmaße sind sehr schnell dokumentierbar.
Selbst das Messen von Verzahnungsgeometrien, was bisher sehr aufwendig war, ist seit neuestem in wenigen Sekunden möglich.
Eine weitere Option ist das nachrüstbares Modul zur Höhenmessung. Sicken, Durchzüge oder sonstige Umformungen können damit nun auch geprüft werden.

Ein besonderes Highlight der VQC-Baureihe ist das in dieser Form einzigartige Reverse Engineering.
Ob es sich um Musterteile aus Blech, Pappe, Papier oder sonstigem nichtdurchscheinenden Material handelt, eine Zeichnung wird in kürzester Zeit generiert.
Bemerkenswert ist dabei, dass mit diesem erstellten DXF-File direkt das jeweilige Programmiersystem der Laser- oder Stanz-Maschine bedient werden kann, ohne Umweg über ein CAD-System. Ein Muster- oder Designteil kann so innerhalb weniger Minuten hergestellt werden.

„Messen kann man – man muss es nicht“. Dies ist eine oft verbreitete Einstellung in vielen Betrieben, die Kosten einer Investition in ein Qualitätssicherungssystem scheuen. Nach Auswertung der in den vergangenen Jahren installierten Geräte kann festgehalten werden, dass ein Amortisationszeitraum zwischen einem halben und einem Jahr für den VQC von den Anwendern bestätigt wird.

VQC-Informationen herunterladen (1,5 MB)